Was man bei Live-Videos wie Periscope, Facebook und Youtube Live beachten muss

Meerkat hat es vorgemacht, Periscope hat es plattgemacht und Facebook Live wird von Snapchat überrollt, bevor es Youtube Live an den Kragen kann: Livestreaming ist schon längst ein Massenphänomen!

Augmented Reality, wie mit der App „Msqrd“, ist nur das aktuelle Tüpfelchen auf dem „i“ des Internet-Streaming-Booms. Interessant ist, was mit den neuen Apps alles geht. Was man darf… Wen juckt’s! Dabei ist das im Grundsatz gar nicht so schwierig. Es gelten die selben Regeln wie seit 100 Jahren. Nur, welche sind das nochmal?

  1. Recht am eigenen Bild beachten. Nicht einfach deinen Nachbarn, Mitschüler oder Mitarbeiter filmen und – egal mit welcher App oder wo auch immer – veröffentlichen. Videos von Menschenmengen sind okay, solange Einzelpersonen nicht prominent fokussiert werden.
  2. Video von Panorama-Freiheit gedeckt? Falls nicht = nicht erlaubt. Beispiel: Schwenk über die Hamburger Reeperbahn: Kein Problem. Live Stream auf dem Konzert? Fehlanzeige! Entweder von der Straße aus, oder besser gar nicht. Dafür braucht man nämlich die Erlaubnis des Veranstalters.
  3. Ein Live-Video vom spannenden Spiel deines Fußball-Clubs gegen den Erzrivalen? Lieber sein lassen. Für dieses Senderecht bezahlen Fernsehsender sehr viel Geld und DU hast kein Senderecht, klar?!
  4. Läuft kommerzielle Musik im Hintergrund und ist sie wesentlicher Teil deines Filmchens, könntest du eine GEMA-Lizenz brauchen.

Insbesondere für einen Unternehmens-Channel oder den Kanal eines Social Media Influencers, sollten obige Punkte unbedingt beherzigt werden. Sonst ist man schnell nicht nur cool, sondern auch vor Gericht.

Im Gegensatz dazu werden Verstöße bei Privaten wohl (noch) selten geahndet. Das soll bitte kein Aufruf zum Rechtsbruch sein! Es ist eher die Feststellung, dass der kleine Fisch im Schwarm bis jetzt relativ sicher ist und die Rechteinhaber sich offenbar erst mal sortieren müssen. Auch der Nachweis eines vereinzelten Verstoßes, der nur 24 Stunden hält, dürfte aktuell Schwierigkeiten bereiten.

Wer allerdings professionell streamt, der geht ein Risiko ein, denn er steht unter Beobachtung. Sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt…

Risikobewertung:

Geschäftlich: Mittel.

Privat: Gering.